Politische Online-Kommunikation - Internet auf der Überholspur
Geschrieben am 10.02.2007
Noch immer trudeln vereinzelt ausgefüllte Fragebögen ein, wir kratzen an der Marke von 2 Prozent Rücklauf. Die letzte Antwort kam gerade eben, am Samstagnachmittag, um mal ein Vorurteil über unsere Volksvertreter zu entkräften. Jetzt lassen sich die ersten einigermaßen verlässlichen Trends ablesen.
Ein Ergebnis vorweg: In der Einschätzung der Politiker wird das Internet Zeitung und Radio überholen, am Fernsehen aber nicht vorbeiziehen können. Eine Mehrheit ist der Meinung, dass das Netz von derzeit Platz 4 auf den 2. Platz gleich hinter dem TV aufrücken wird.
Die Wichtigkeit von Online-Instrumenten insgesamt wird im Schnitt als "hoch" eingestuft. Was die einzelnen Instrumente angeht, wird der Nutzen von Rapid Response, also Internetseiten, die unmittelbar auf öffentliche Aussagen des Gegners reagieren, mit "hoch" als der Größte eingeschätzt. Nach einem breiten in etwa neutralen Mittelfeld aus Blogs, Podcasts, Virals, Online-Werbung und Social Software folgt das Online-Fundraising schon etwas unterdurchschnittlich. Die rote Laterne halten die E-Cards, die im Schnitt für weniger wichtig gehalten werden.
Im Einsatz der abgefragten Instrumente kristallisieren sich Avantgardisten heraus, die einen Großteil der Möglichkeiten schon nutzen, und Abwartende, die den Einsatz zwar langfristig in Betracht ziehen, aber nicht konkret geplant haben.
Schlechte Erfahrungen wurden anscheinend schon mit E-Cards, Online-Fundraising und Rapid Response gemacht. Sie wurden von einzelnen Abgeordneten schon eingesetzt, in Zukunft aber nicht mehr.
Die Hälfte der Abgeordneten gibt an, auf E-Mails und Blog-Kommentare innerhalb eines Tages zu antworten. Ein weiteres Drittel lässt sich eine Woche Zeit.
Diese Ergebnisse sind als vorläufiger Ausblick zu betrachten. Weitere Informationen in Kürze hier.
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