Liebe Gemeinde...
Geschrieben am 06.12.2006
Ich komme wenig zum bloggen im Moment, aber eben bin ich über etwas gestolpert, auf das ich hier einmal hinweisen will: Wir freuen uns über jede Bewerbung von Freiberuflern, egal ob Fotograf, Webdesigner oder Texter; besonders gesucht im Moment: ein Programmierer, der sich auf Datenbanken und Community-Systeme versteht. Doch eine Bitte: Wenn Sie sich bei uns bewerben, sollten Sie uns auch meinen.
"Liebe Agenturgemeinde..." flötete die Mail, die eben hier gelandet ist. Und obwohl der Rest der Mail, übrigens von einem freien Texter, sehr schmissig war, bin ich noch unschlüssig, ob wir mit dem Bewerber etwas anfangen können. Das letzte mal, dass ich mit "Liebe Gemeinde" angeredet wurde, war in der Kirche, wo diese Formulierung auch hingehört. Ich will darauf nicht herumreiten, aber solche Anreden zeigen mir, dass sich der Absender keinen Moment mit uns beschäftigt hat, unsere Ausrichtung und Arbeitsweise nicht kennt, noch nicht einmal den richtigen Ansprechpartner. Und dann soll ausgerechnet dieser Texter in unser Team passen? Genausogut könnte ich in den Gelben Seiten nachschlagen. Ich verstehe, dass man sich auf Kaltakquisetour nicht ewig mit einem einzigen potenziellen Auftraggeber beschäftigt, doch seinen Namen sollte man noch herausfinden können.
Amen, liebe Gemeinde.
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