Politische Online-Kommunikation - Ergebnisse 2/2
Geschrieben am 11.04.2007
Fortsetzung der Ergebnisse unserer Befragung
Frage 7: Politischer Dialog über Weblogs
Die Fragen 2 und 3 nach dem Nutzen und dem Einsatz verschiedener Online-Instrumente konnten leider bei den online zurückgesandten Bögen nicht ausgewertet werden. Etwas Aufschluss über einen Teil der dort erfragten Daten gibt, dass auf die Frage 7 "Wie hat Ihr Blog Ihre Kommunikation mit den Bürgern beeinflusst?" neun Antworten gegeben wurden. Da diese und die vorhergehenden Fragen noch durch die Einschränkung "Wenn Sie ein Blog betreiben..." eingeleitet wurde, darf also vermutet werden, dass neun von 18 Befragten, also 50%, ein Blog betreiben. Die Mehrheit dieser Abgeordneten denkt allerdings nicht, dass diese Maßnahme den Dialog mit den Bürgern besonders erleichtert hätte. Fünf gaben an, das Blog habe "keinen nennenswerten Einfluss", drei sahen eine "geringe Verbesserung" und nur einer eine "starke Verbesserung".
Fragen 8 und 9: Rangfolge der Medien erster Ordnung
Um zu erfahren, ob sich nach Einschätzung der Politiker die Bedeutung der Medien ändert, wurden sie gebeten, TV, Zeitungen, Radio, Internet und Plakate ihrer Wichtigkeit nach zu ordnen. Das Feld "sonstiges" wurde auf keinem Bogen auswertbar ausgefüllt. Fast einheitlich sehen die Abgeordneten das Fernsehen auf Platz 1. Plakate liegen bei den meisten abgeschlagen auf Platz 5. Der Raum dazwischen wird in unterschiedlicher Reihenfolge von Zeitungen, Radio und Plakaten eingenommen. Im Durchschnitt ergibt sich die Rangordnung TV-Zeitungen-Radio-Internet-Plakate, wobei der Abstand zwischen Radio und Internet sehr gering ist.
Eine deutliche Veränderung ergibt sich, wird nach der Einschätzung für die Zukunft gefragt. Während TV, Radio und Zeitungen im Schnitt zwischen 0,11 und 0,41 Plätze abrutschen, steigt das Internet auf von 3,44 auf 2,63 und steht damit an zweiter Stelle nach dem Fernsehen. Viele einzelne Befragte kleinerer Parteien sehen das Internet sogar schon auf Platz 1.
| Gegenwart | Zukunft |
| TV (1,39) | TV (1,5) |
| Zeitungen (2,5) | Internet (2,63) |
| Radio (3,28) | Zeitungen (2,88) |
| Internet (3,44) | Radio (3,69) |
| Plakate (4,22) | Plakate (4,13) |
Frage 10: Bewertung der Onlineauftritte der Parteien
In fünf Stufen von "sehr schlecht" bis "sehr gut" sollten die Befragten die Onlineauftritte der sechs Bundesparteien bewerten. Auch diese Antworten waren leider in den Online-Antworten nicht zu verwerten. Bei der verbleibenden geringen Menge an Werten sind die Unterschiede zwischen den Parteien vernachlässigbar. Eine Einordnung lässt sich daran nicht vornehmen.
Frage 11: Herausragende Kampagnen
Abschließend wurden die Befragten gebeten, positiv oder negativ herausragende Kampagnen zu nennen. Weitere bedeutsame Aspekte, die in Frage 12 abgefragt wurden, wurden nicht genannt. Auffällig ist das breite Spektrum der genannten Kampagnen, das von Blog-Projekten (Wahlkampfblog zur Bundestagswahl 2004), E-Cards, Podcasts (iKauder) und der Beteiligung an Abstimmungen per Internet über allgemeine Wahlkampagnen (Bundestagswahlkampf 2005) bis hin zur "Rote Socken Kampagne" reicht.
Erster Teil der Ergebnisse
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